Neuer Trend: Heiraten im Ausland - Wir geben Tipps

Heiraten im Ausland wird immer beliebter  Egal ob am Strand, auf einem Felsen, in den Bergen oder umgeben von Hochhäusern: Immer mehr Anklang finden Trauungen im Ausland. Ein Vorteil hier ist es, dass zeitgleich mit der Trauung auch die Hochzeitsreise verbunden werden kann. 

 

Was wie ein Traum klingt, stellt ein Brautpaar oftmals schnell vor ungeahnten Schwierigkeiten. Hier ist es ratsam sich einen Experten vor Ort zu suchen. Oftmals gibt es Hochzeitsplaner direkt vor Ort, die sich z.B. auf deutsche Brautpaare spezalisiert haben. Möglich ist es auch über Reiseanbieter oder direkt bei den Redereien von Kreuzfahrtschiffen festgelegte Pakete zu buchen, damit man den Rund-um-Service hat. 

 

Da es in jedem Land unterschiedliche Richtlinien gibt, gilt es zunächst einmal, alle obligatorischen Unterlagen zusammenzusuchen. Dies sind beispielsweise Personalausweis und Reisepass, internationale Geburtsurkunde bzw. Abstammungsurkunde, Ehefähigkeitszeugnis bei vorheriger Ehe, Dokumente über die Eheauflösung oder die Sterbeurkunde des verstorbenen Partners. Teilweise werden jedoch in manchen Ländern noch bedeutend mehr Unterlagen gefordert. Deswegen ist es wichtig sich schnellstmöglich mit dem zuständigen Standesamt in Verbindung zu setzen. Dinge, wie Beglaubigung und Übersetzung von Dokumenten sowie ein Visum, können dann  ebenfalls abgeklärt werden.   Für die Anerkennung einer im Ausland geschlossenen Ehe gibt es in Deutschland kein bestimmtes Verfahren. Die Ehe wird in Deutschland grundsätzlich anerkannt, wenn die im Ausland, also am Eheschließungsort geltenden Formvorschriften eingehalten wurden und nach deutschem Recht kein Eheverbot (z.B. bei einer Verwandtschaftsehe) bzw. Ehehindernis (z.B. bei Minderjährigen) besteht.  Die Ehe muss also nicht in ein Eheregister eingetragen werden, um auch in Deutschland gültig zu sein.  

 

Es empfiehlt sich die Ehe im heimischen Eheregister eintragen zu lassen. Nur dann können jederzeit benötigte Dokumente zur Hochzeit ausgestellt werden, die beispielsweise als Nachweis  für den Wechsel der Lohnsteuerklasse notwendig sind. Ausländische Heiratsurkunden werden in Deutschland häufig nur anerkannt, wenn durch ein besonderes Verfahren ihre Echtheit oder die Beweiskraft ermittelt wurden. Wichtig ist, dass die Unterlagen ins Deutsche, beispielsweise durch ein offizielles Übersetzungsbüro, übersetzt wird.  Es gibt Klassiker, die gerne von Paaren gewählt werden. Ein paar Beispiele sind hier zu finden: 

 

Auf einem Kreuzfahrtschiff in den Hafen der Ehe schippern

Bei der „Aida“ können sich beispielsweise Brautpaare in einigen Häfen das Ja-Wort geben. Jedoch erfolgt dies durch ein Standesamt des örtlichen Hafens und wird nicht vom Kaptain übernommen. Hier kann es vorkommen, dass ein Dolmetscher von Nöten ist. Außerdem finden Trauungen in einem bestimmten Raum statt, jedoch nicht unter freiem Himmel.  Bei „Mein Schiff“ läuft es hingegen anders. Die Kapitäne der Flotte sind offiziell autorisiert, in internationalen Gewässern rechtsgültige Eheschließungen und gleichgeschlechtige Trauungen durchzuführen. Diese sind auch nach der Kreuzfahrt in Deutschland in vollem Umfang anerkannt. Möglich wird dies durch eine Sonderreglung im maltesischen Eherecht sowie im maltesischen Civil Unions Act, die auch für die unter der Flagge Maltas fahrende Flotte gilt. Die Trauung erfolgt in deutscher Sprache und nach maltesischem Recht. Die Anwesenheit von zwei volljährigen Trauzeugen ist erforderlich.  

 

„Ja“ sagen in New York

In einer einzigartigen Kulisse kann beispielsweise auch in New York geheiratet werden. Beliebt ist vor allem der Central Park, das Rockefeller Center oder das Ja-Wort in der Luft. Alles ist möglich, da man in New York nur einen sogenannten Officiant/Minister benötigt, der von der Stadt New York ernannt ist, Hochzeiten durchzuführen. Gut erklärt wird der Vorgang auf dem Blog www.lovingnewyork.de/insider/heiraten-in-new-york, der auch so einige Tipps parat hat.  

 

Trauung in Los Angeles

Die Stadt der Superlative gibt viele Möglichkeiten zu heiraten. Egal ob am Strand, auf einem Felsen oder beispielsweise in der imposanten „Wayfarers Chapel“, die bekannt aus vielen Filmen und Serien ist. Alle die eine Heiratserlaubnis (Marriage License) haben, wie beispielsweise ein Friedensrichter, Richter eines Gerichts, Stadtrichter, einem Bürgermeister oder einem hierzu befugten Geistlichen, können das Brautpaar verheiraten. Viele Informationen sind hier zu finden.  

 

Heiraten auf Hawaii

Die Heiratsindustrie vor Ort boomt und so gibt es zahlreiche Hochzeitsagenturen, die einem Brautpaar den größten Teil der Planung und Organisation abnehmen. Wichtig ist es erst einmal die richtige Insel zu finden. Sehr beliebt sind Maui und Oahu. Wobei Maui definitiv Platz 1 besetzt. Hier lohnt es Preise zu vergleichen, denn oftmals sind die anderen Inseln teurer und/ oder aufwendiger. Wichtig ist es bei Hochzeiten vor Ort, dass ein paar Tage vor der Hochzeit die Ehe beim „Department of Health“ angemeldet wird. Dies sollte man bei der Planung der Reise beachten. Einen schönen Erfahrungsbericht gibt es auf dem Reiseblog „Aloha Nohona“ von Yvi und Markus. Diesen findet ihr hier.    

 

Informationen & Rechtliches

Das Auswärtige Amt hat auf ihrer Homepage noch einmal alles Wichtige zusammen getragen. Falls ihr noch Fragen habt, kann auch das Standesamt eurer Gemeinde viele Auskünfte geben.

 

Dieser Artikel ist in der Ausgabe des Hochzeitsmagazins "Wolke 7" 2019/2020 erschienen.

Fotos: Steffi Fotografie

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